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Apothekendichte in Deutschland unter EU-Schnitt

Täglich haben rund 2000 der
21.500 deutschen Apotheken Nacht-
oder Notdienst. (Quelle: obs/ABDA
Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände)
Die Apothekendichte in Deutschland liegt unverändert gegenüber dem Vorjahr bei 3.806 Einwohnern pro Apotheke. Europaweit liegt dieser Wert im Mittelfeld, innerhalb der EU kommen auf eine Apotheke rund 3.300 Einwohner. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) aktuell mit.

Die Verbände sehen in den aktuellen Zahlen die Stärken des deutschen Systems; die Arzneimittelversorgung von täglich rund 4,1 Millionen Patienten und Kunden durch die unabhängigen Apotheken sei ebenso effizient wie hochwertig, sagt Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA. Allerdings seien die Zahlen von Land zu Land sehr unterschiedlich. Im Vergleich der 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (ohne Bulgarien und Rumänien) liege Deutschland mit seiner Apothekendichte von rund 3.800 auf Platz 13. Die geringste Apothekendichte hat Dänemark mit 16.800, die höchste besitzt Griechenland mit 1.200 Einwohnern/Apotheke. Einige große EU-Staaten wie Polen (3.500), Italien (3.300), Frankreich (2.700) oder Spanien (2.100) haben mehr Apotheken pro Einwohner als die Bundesrepublik. Die Unterschiede können laut ABDA u.a. historisch, demografisch, geografisch, volkswirtschaftlich, verbraucherschutzrechtlich oder gesundheitspolitisch bedingt sein.

Die Apothekendichte spielt auch für die Notfallversorgung von Patienten mit Arzneimitteln eine wichtige Rolle. Gemäß den Planungen der Landesapothekerkammern leisten jede Nacht sowie sonn- und feiertags etwa 2.000 Apotheken Nacht- und Notdienst. Mehr als 20.000 Patienten werden täglich im Notdienst zuverlässig versorgt.


(ABDA / STB Web)


Artikel vom: 10.06.2010

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