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Außergewöhnliche Belastungen steuerlich besser ansetzbar

Private Ausgaben bleiben in der Einkommensteuererklärung in der Regel unberücksichtigt. Besondere Situationen, können aber zum Abzug als außergewöhnliche Belastungen führen und finden im Jahr der Zahlung steuerliche Berücksichtigung. Dazu zählen z.B. Krankheitskosten, Scheidungskosten oder Aufwendungen auf Grund von Umweltkatastrophen. Inwieweit der Abzug bei Krankheitskosten überhaupt verfassungskonform ist, klärt derzeit das Bundesverfassungsgericht. Grundsätzlich ist zu beachten, dass der Steuerpflichtige einen Selbstbehalt - die zumutbare Belastung, tragen muss und sich nur der übersteigende Betrag steuerlich auswirkt.

Die „zumutbare Belastung“ wird in 3 Stufen (Stufe 1 bis 15.340 €, Stufe 2 bis 51.130 €, Stufe 3 über 51.130 € Gesamtbetrag der Einkünfte) nach einem bestimmten Prozentsatz, abhängig von Familienstand und Kinderzahl, bemessen (1 bis 7 %). Der Prozentsatz beträgt z. B. bei zusammenveranlagten Ehegatten mit einem oder zwei Kindern 2 % (Stufe 1), 3 % (Stufe 2) und 4 % (Stufe 3).

Bislang gingen Finanzverwaltung und Rechtsprechung davon aus, dass sich die Höhe der zumutbaren Belastung einheitlich nach dem höheren Prozentsatz richtet, sobald der Gesamtbetrag der Einkünfte eine der genannten Grenzen überschreitet. Auf Grund eines Urteils vom Bundesfinanzhof vom 19.01.2017 unterliegt neuerdings nur der Teil dem höheren Prozentsatz, der die jeweilige Stufe übersteigt. Die Entscheidung hat weitreichende Bedeutung, da Steuerpflichtige hierdurch steuerlich entlastet werden.

Ansprechpartnerin:

Carolin Bartholomäus
Steuerberaterin 

Tel.: 0351 34078-0
info@schneider-wp.de

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