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Branchen-Newsletter Apotheken: Februar 2015


Großhandel muss Temperaturen einhalten, Versandhandel nicht

Seit September 2013 gilt die verschärfte EU-Richtlinie zu den „Good Distribution Practices“ (GDP), wonach die geltenden Lagerbedingungen für Arzneimittel auch während des Transports einzuhalten sind. Für den gesamten Weg muss nachgewiesen werden, dass die auf der Packung angegebenen Temperaturdaten zu jeder Zeit eingehalten wurden. Dies gilt auch für nicht kühlpflichtige Medikamente und „ihren“ Temperaturbereich von 15 bis 25 Grad Celsius.

Eine Ausnahme stellt allerdings die Auslieferung durch Versandapotheken dar. Während Großhändler die Einhaltung der geforderten Temperaturen lückenlos sicherstellen müssen, sind Unternehmen des Versandhandels wie Hermes oder DHL dazu nicht verpflichtet. Die Verpackung, der Transport und die Auslieferung dürfen lediglich die Qualität und Wirksamkeit von Arzneimitteln nicht beeinträchtigen. Gegen diese Differenzierung regt sich nun Widerstand, unter anderem bei Mitgliedern der Bayerischen Landesapothekenkammer.


Apotheken dürfen nicht in Arztpraxen werben

Immer mehr Arztpraxen installieren in ihren Räumlichkeiten Fernseher, damit die Warte- und/oder Behandlungszeit für die Patienten schneller vergeht. Ein Vermarktungsunternehmen erkannte darin eine Marktlücke und verkaufte im Auftrag verschiedener Praxen lokalen Apotheken die Ausstrahlung von Werbespots. Das mahnte die zuständige Wettbewerbszentrale mehrfach ab, bis der Fall vor dem Landesgericht Limburg landete.

Dieses sah in der Werbung einen Verstoß gegen das im Apothekengesetz verankerte Bevorzugungsverbot. Auch wenn keine unmittelbare Absprache zwischen Arzt und Apotheke stattfinde (so die Argumentation des Vermarktungsunternehmens), werde der Patient doch auf einzelne Apotheken aufmerksam gemacht. Auch nach Auffassung des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt entsteht für Patienten der Eindruck, die Praxis würde bestimmte Apotheken empfehlen. Entsprechend bestätigten die OLG-Richter das Urteil in zweiter Instanz, ließen jedoch die Revision zum Bundesgerichtshof zu. 


"Fit für die Zukunft": Dem Phänomen Generation Y auf der Spur am 23. März 2015

Überall ist derzeit die Rede von der „Generation Y“, die mit ihren Forderungen nach mehr Freizeit und Freiräumen, der konsequenten Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ihren Vorstellungen von flachen Hierarchien viele Merkmale traditioneller Unternehmenskulturen in Frage stellt. Von Arbeitgebern wird dabei häufig mehr Flexibilität gefordert. Doch besonders für mittelständische Unternehmen, Arztpraxen oder Handwerksbetriebe ist dies gar nicht so einfach umsetzbar. Zudem stellt sich die Frage, ob die Aufgabe gewachsener Unternehmenswerte wirklich zielführend ist. Welcher Handlungsbedarf besteht für Unternehmer tatsächlich und wie können sie sich auf die Generation Y einstellen? Und welche Chancen bieten die jungen Arbeitnehmer?


Diese Fragen diskutieren wir in unserem Unternehmerseminar "Fit für die Zukunft" am Montag, den 23. März 2015 um 18 Uhr im Hotel Bellevue Dresden (Große Meißner Straße 15, Dresden). Als Referenten begrüßen wir Dr. Constanze Wachsmann von der Unternehmensberatung Kienbaum sowie den Journalisten und Buchautoren Oliver Jeges, der selbst zur "Generation Y" gehört und 2012 mit einem viel beachteten Artikel in 'Der Welt' für eine Debatte über das Selbstverständnis seiner Generation sorgte.

Alle wichtigen Informationen zum konkreten Programmablauf und den Referenten finden Sie online unter www.fitfuerdiezukunft.com. Dort können Sie sich auch bis 15. März 2015 direkt online anmelden. Als Abonnent unseres Branchen-Newsletters ist die Teilnahme für Sie kostenfrei (bitte als Stichwort "Apotheken-Newsletter" bei Ihrer Anmeldung angeben). Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Gesetz zur Annahme von Arzneimittelproben soll verschärft werden

Viele Arztpraxen erhalten regelmäßig zahlreiche Arzneimittelproben. Das Arzneimittelgesetz gestattet dies zur Information und Erprobung, allerdings nur innerhalb bestimmter Grenzen. So dürfen maximal zwei Muster eines Arzneimittels pro Jahr in der kleinsten verfügbaren Packungsgröße an eine Praxis abgegeben werden und dies auch nur auf schriftliche Anforderung. Bisher ist ein Verstoß gegen diese Vorgaben allerdings nicht strafbar. In diesem Jahr soll sich das jedoch ändern. Die unentgeltliche Praxisausstattung mit Arzneimitteln soll dann als strafbare Vorteilsnahme gewertet werden, für die bis zu drei Jahre Haft oder empfindliche Geldstrafen drohen. Eine Unterscheidung zwischen Honorar- und angestellten Ärzten wird es voraussichtlich nicht geben. Zudem soll die Verschärfung auch für andere Angehörige staatlich anerkannter Heilberufe gelten.

Unsere Ansprechpartner für Apotheken:

Chemnitz
StB Regine Jeske
regine.jeske@sup-chemnitz.de

Dresden
StB RA Stefan Kurth
stefan.kurth@sup-dresden.de

München
WP StB Christian Seeberg
christian.seeberg@sup-muenchen.de