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Branchen-Newsletter Apotheken: Mai 2016



Apothekenzahlen 2015 weiter rückläufig

Laut ABDA-Angaben betrug der Zahl der Apotheken in Deutschland zum Ende des letzten Jahres 20.249. Dies bedeutet einen Rückgang von 192 Betrieben gegenüber dem Vorjahr. Der bisherige Höchststand an Betriebsstätten lag bei 21.602 im Jahr 2008. Seitdem sind die Zahlen jährlich rückläufig, wobei sich laut ABDA der Abwärtstrend jedoch inzwischen abschwächt. 

Im Jahr 2015 standen 154 neugegründeten Apotheken 346 Schließungen gegenüber. Der Großteil der Schließungen betraf dabei die westdeutschen Bundesländer, wo die Zahl der Apotheken teilweise sogar im zweistelligen Bereich sank.

Geschlossen wurden vorrangig Einzelapotheken, zum Teil konnten durch den Übergang in Filialapotheken Schließungen aufgefangen werden. Die Zahl der Apothekenfilialen erhöhte sich 2015 um 109, die der Haupt- und Einzelapotheken sank hingegen um 301.



Umsatzplus für Apotheker – aber nur geringer Honararzuwachs

Deutschlands Apotheker konnten sich 2015 wider Erwarten über leicht gestiegene Umsätze freuen. Bei den Non-RX-Arzneimitteln - und hierbei überwiegend beim OTC-Geschäft - konnten ein mengenmäßiger Anstieg um 5,3 Prozent und ein Umsatzplus von sogar 7,2 Prozent verzeichnet werden. Allerdings konnte der Versandhandel hier einen Marktanteil von 15 % verbuchen und ist in diesem Segment auch 2015 wieder überdurchschnittlich gewachsen (+9,6 Prozent). 

Für den größten Umsatzzuwachs sorgte jedoch das GKV-Segment, das zwar nach Menge nur einen Anstieg von 1,1 Prozent verzeichnete, nach Wert jedoch ein Plus von 5,6 Prozent erreichte. Ursächlich für diesen Umsatzsprung sind dabei Rekordpackungswerte von etwa 49,85 Euro Nettoverkaufspreis oder 41,55 Euro Einkaufspreis, die wiederum auf zahlreiche neue hochpreisige Medikamente (z. B. Hepatitis C-Mittel) zurückzuführen sind. Leider bleibt damit das Honorarplus weit hinter dem Umsatzzuwachs zurück.

Bei den Krankenkassen erhöhten sich im gleichen Zeitraum zwar auch die Ausgaben entsprechend. Durch zusätzliche Rabattverträge gelang diesen jedoch eine Ersparnis in Höhe von 3,61 Milliarden Euro – fast eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahr.



AU-Bescheinigungen dürfen rückdatiert werden

Anfang März 2016 ist die geänderte Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie (AU-Richtlinie) in Kraft getreten, nach der Vertragsärzte nun den Beginn der Arbeitsunfähigkeit in Ausnahmefällen bis zu drei Tage rückdatieren dürfen. Bisher war eine Rückdatierung nur bis zu zwei Tagen möglich.

Die Anpassung der Richtlinie war notwendig, damit auch für den Zeitraum einer Notfallversorgung (rückwirkend) eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werden kann – zum Beispiel für das Wochenende. Daher wurde der Zeitraum nun von zwei auf drei Tage ausgedehnt. 

Die AU-Richtlinie war bereits im Dezember 2015 geändert worden. Nachdem der Beschluss vom Bundesministerium für Gesundheit anschließend geprüft und nicht beanstandet worden war, wurde dieser am 3. März im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die neue Frist gilt daher nun seit dem 4. März.



Jetzt noch günstiges Baugeld sichern

Von den derzeit noch immer extrem niedrigen Zinsen für Hypothekendarlehen konnten Bauherren und Käufer vor Jahren nur träumen. Baugeld mit 10-, 15-, und 20-jähriger Zinsfestschreibung war im Spätsommer 2015 noch durchschnittlich für 1,8 Prozent, 2,3 Prozent bzw. 2,6 Prozent zu haben. Ideale Konditionen also für alle, die jetzt bauen oder kaufen möchten oder schon bald eine Anschlussfinanzierung für ihr Wohneigentum benötigen. 

Wer allerdings erst später einen Folgekredit braucht, der sollte sich dennoch bereits jetzt hierüber Gedanken machen. Kapitalmarktexperten sehen nämlich bereits erste Anzeichen für eine nahende Zinswende und obwohl noch nicht abzusehen ist, wann genau diese eintreten wird, ist in Zukunft wohl mit erheblichen finanziellen Belastungen für Haus- und Wohnungseigentümer zu rechnen. 


Um diese zu vermeiden, sollten Sie schon jetzt Ihre Anschlussfinanzierung planen und hierfür ein sogenanntes „Foward-Darlehen“ in Erwägung ziehen. Dabei handelt es sich um einen Baukredit, der zwar jetzt und noch zu den aktuellen, günstigen Konditionen vereinbart, jedoch erst später, zu einem festgelegten Zeitpunkt, ausbezahlt wird. 

Zwar gibt es diese Zinssicherheit nicht ohne Aufpreis, sondern die Finanzierer verlangen zur Begrenzung des eigenen Zinsrisikos einen monatlichen Aufschlag von 0,01 bis 0,03 Prozentpunkten. Angesichts des Konkurrenzkampfes auf dem Markt ist die genaue Höhe jedoch verhandelbar und Sie erkaufen sich damit die sichere Verlängerung der aktuell niedrigen Zinsen in die Zukunft.

Unsere Ansprechpartner für Apotheken:

Chemnitz
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stefan.kurth@sup-dresden.de

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WP StB Christian Seeberg
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