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Branchen-Newsletter Apotheken: September 2014


Erstattungsbeträge sind bei Arzneimittelpreis-Zuschlag zu berücksichtigen

Erstmalig zum 1. Februar 2013 wurden Erstattungsbeträge nach § 130 SGB V eingeführt. Anstelle eines neuen Preises wird dabei ein Rabatt auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers festgelegt. Dadurch existierten zwei Preise: der Abgabe- und der rabattierte Preis. Lange Zeit war strittig, auf welchen dieser beiden der prozentuale Zuschlag gemäß der Arzneimittelpreisverordnung zu berechnen war.

Mit Wirkung zum 1. April 2014 hat der Gesetzgeber klargestellt, dass der Zuschlag von drei Prozent auf den um den Erstattungsbetrag reduzierten Wert zu berechnen ist. Wichtig ist, dass Apotheker im Rahmen der Inventur eine richtige Bewertung der Ware vornehmen. Bei der Ermittlung des Netto-Netto-EKs ist daher vom APU neben dem gewährten Großhandelsrabatt auch der Erstattungsbetrag abzuziehen.


Digitale Wirtschaftsspionage - Unternehmerseminar „Fit für die Zukunft“ am 13. Oktober

In den letzten beiden Jahren ist die Hälfte der deutschen Unternehmen das Ziel von Industriespionage gewesen. Jedes Jahr entsteht der deutschen Wirtschaft dadurch ein Gesamtschaden von 11,8 Milliarden Euro (Quelle: Studie „Industriespionage 2014“). In unserem Unternehmerseminar „Fit für die Zukunft“ beschäftigen wir uns daher am Montag, den 13. Oktober 2014 um 18 Uhr im Hotel Westin Bellevue Dresden (Große Meißner Straße 15, Dresden) mit der Frage, wie Hacker bei der digitalen Wirtschaftsspionage vorgehen und wie Unternehmen ihre Daten effektiv schützen können.


Als Referenten begrüßen wir Frank Pahlke vom neugegründeten Cybercrime-Competence Center des LKA Sachsen; den bekannten deutschen Hacker, Internetaktivisten und Sprecher des Chaos Computer Clubs, Frank Rieger, sowie NEL-Geschäftsführer Dr. Uwe Teichert, der mit seinem Unternehmen selbst von Wirtschaftsspionage betroffen war.

Alle wichtigen Informationen zum konkreten Programmablauf und den Referenten finden Sie unter www.schneider-wp.de/spionage. Dort können Sie sich auch bis zum 5. Oktober direkt online anmelden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Präsente für Geschäftspartner bis 40 Euro von der Lohnsteuer befreit

Viele Unternehmer und Freiberufler nutzen die Möglichkeit, einem Kunden oder langjährigen Geschäftspartner eine Kleinigkeit zum Geburtstag zu schenken, um so die Geschäftsbeziehung zu stärken. Bis zu einem Wert von 40 Euro (einschließlich Umsatzsteuer) sind solche Sachzuwendungen an Geschäftspartner steuerfrei, sofern es sich um eine „Aufmerksamkeit“ handelt. Dies bedeutet, dass für die Zuwendung ein besonderer persönlicher Anlass (wie zum Beispiel ein Geburtstag) vorliegen muss.


Die Finanzverwaltung stellt damit Kunden und Geschäftspartner beim Erhalt von Geschenken Arbeitnehmern gleich, für die diese Steuerfrei-Regelung bisher schon galt.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass dies sich nur auf die Befreiung von der Lohnsteuerpauschale bezieht. Getrennt davon ist die Frage des Betriebsausgabenabzuges zu prüfen. Um als Betriebsausgaben gewinnmindernd abzugsfähig zu sein, dürfen Zuwendungen pro beschenkter Person und Wirtschaftsjahr weiterhin einen Wert von insgesamt 35 Euro netto nicht überschreiten.


Liegt doch einmal ein Geschenk an einen Kunden über der 40-Euro-Grenze oder geschieht dies ohne persönlichen Anlass, so besteht wie bisher die Möglichkeit, dieses pauschal mit 30 Prozent zu besteuern. Dann muss der Beschenkte das Präsent nicht als steuerpflichtige Einnahme behandeln.

In jedem Fall müssen Sie eine Aufzeichnung über die Aufmerksamkeiten führen, die Sie Ihren Kunden oder Geschäftspartnern zukommen lassen. Hinsichtlich der Möglichkeit der Pauschalversteuerung sollten Sie außerdem die steuerfreien Aufmerksamkeiten gesondert aufzeichnen, damit sie aus der Bemessungsgrundlage der Pauschalsteuer ausgegliedert werden können.


Kein Vergütungsanspruch bei nicht abgebauten Überstunden

Für Überstunden gelten nicht die gleichen Grundsätze wie zur Abgeltung von nicht genommenem Jahresurlaub. Das geht aus einem Urteil des OVG Koblenz hervor. Wenn lediglich ein Ausgleich durch Freizeit vereinbart ist und ein Arbeitnehmer dieser Regelung nicht nachgekommen ist, kann er keine Ausgleichszahlung verlangen. Auch nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses hat er dann keinen Anspruch auf die Vergütung nicht abgebauter Überstunden. In dem konkreten Fall war der Arbeitnehmer zunächst erkrankt und anschließend in Rente gegangen.

Unsere Ansprechpartner für Apotheken:

Chemnitz
StB Regine Jeske
regine.jeske@sup-chemnitz.de

Dresden
StB RA Stefan Kurth
stefan.kurth@sup-dresden.de

München
WP StB Christian Seeberg
christian.seeberg@sup-muenchen.de