Wenn Sie diesen Newsletter nicht lesen können, klicken Sie bitte auf folgenden Link: Newsletter online ansehen

Schneider + Partner

Branchen-Newsletter Automotive: September 2013


Gelangensbestätigung auf 01. Januar 2014 verschoben

Die lang diskutierte (und auch in unseren Newslettern bereits mehrfach thematisierte), verbindliche Einführung der sogenannten „Gelangensbestätigung“ ist in der vergangenen Woche vom 01. Oktober 2013 auf den 01. Januar 2014 verschoben worden. Betroffene Unternehmen gewinnen somit weitere Zeit für die Umsetzung der neuen Regelungen.

Für bis zum 31. Dezember 2013 ausgeführte KfZ-Lieferungen innerhalb der EU kann die Steuerfreiheit weiterhin anhand der „alten“, bisher in der Praxis anerkannten Buch- und Belegnachweise nachgewiesen werden. Diese Nichtbeanstandungsregelung geht aus einem BMF-Schreiben vom 16. September 2013 (PDF) hervor, das die neuen Vorschriften enthält.


Ab Anfang nächsten Jahres müssen Kunden im EU-Ausland dann mit der neuen Gelangensbestätigung nachweisen, dass sie die bestellte Ware (also beispielsweise ein Auto aus Ihrem Autohaus) auch tatsächlich erhalten haben. Im Falle der Abholung des KfZ durch den Empfänger oder der Beförderung durch den liefernden Abnehmer ist die Vorlage einer Gelangensbestätigung als Nachweis für die Steuerfreiheit zwingend erforderlich. In Versendungsfällen dagegen sind auch alternative Nachweise wie beispielsweise eine Bescheinigung des Spediteurs oder ein lückenloses Versandprotokoll möglich, sofern sie bestimmte Anforderungen erfüllen.


In die Gelangensbestätigung selbst gehören Name und Anschrift des Abnehmers, die handelsübliche Bezeichnung (einschließlich Fahrzeug-ID) sowie die Anzahl der Fahrzeuge, Ort und Monat des Erhalts der Ware sowie die Unterschrift des Abnehmers. Spezielle Formvorgaben oder ein bestimmtes Übermittlungsverfahren sind nicht zu beachten. Die Gelangensbestätigung kann auch aus mehreren Dokumenten bestehen und neben Deutsch auch in englischer oder französischer Sprache abgefasst werden.

Ein abschließender Hinweis: Da der offiziell veröffentlichte Umsatzsteueranwendungserlass (UStAE) noch nicht angepasst ist, kann für die neuen Regelungen zunächst nur auf das oben verlinkte BMF-Schreiben Bezug genommen werden.


Qualitatives Konfliktmanagement – Unternehmerseminar am 14. Oktober in Dresden

Wo Menschen miteinander arbeiten und kommunizieren, kommt es früher oder später fast immer zu Reibungspunkten. Innerhalb von Unternehmen sorgen ungelöste Konflikte aber nicht nur für schlechte Stimmung im Team, sondern können auch den Geschäftserfolg sowie das Image negativ beeinflussen und so erhebliche Kosten verursachen. Laut einer aktuellen Studie belaufen sich diese schon bei kleinen und mittelständischen Unternehmen auf bis zu 500.000 Euro pro Jahr. Wie solche Summen entstehen und sich berechnen lassen, beleuchten wir in der nächsten Veranstaltung unseres Unternehmerseminars „Fit für die Zukunft“ am

14. Oktober 2013 um 18 Uhr im Hotel Westin Bellevue Dresden.


Zudem erfahren Sie, wie Sie mit einem qualitativen Konfliktmanagement unnötige Kosten vermeiden und Streitigkeiten gezielt für sich nutzen können. Denn bei Reibung entsteht auch immer Energie. Dabei ist es jedoch vor allem wichtig, die Wünsche und Bedürfnisse aller Beteiligten zu kennen. Das zeigt eindrucksvoll die Geschichte über den Streit um eine Orange, die wir Ihnen auf unserer Homepage unter www.schneider-wp.de/konfliktmanagement vorstellen. Dort finden Sie auch alle weiteren Informationen zum Programm und unseren Referenten und können sich direkt online anmelden.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Leasingtypischer Minderwertausgleich unterliegt nicht der Umsatzsteuer

Ein Leasingfahrzeug wies bei seiner Rückgabe mehrere Schäden auf, darunter die defekte Lenkhilfe und Kratzer am Lack. Der Leasinggeber erhielt von seinem Kunden den vereinbarten Minderwertausgleich, unterwarf diesen Betrag allerdings nicht der Umsatzsteuer. Das Finanzamt erhöhte daraufhin die Umsatzerlöse des Unternehmens mit der Begründung, die Ausgleichszahlung sei eine leasingtypische vertragliche Gegenleistung für die Überlassung des Leasinggegenstandes. Dagegen wehrte sich der Leasinggeber gerichtlich. Nach dem Finanzgericht Niedersachsen gab ihm nun auch der BFH recht und entschied, dass der leasingtypische Minderwertausgleich nicht der Umsatzsteuer zu unterwerfen ist. Anders als bisher gilt dies nicht mehr nur für Fälle der vorzeitigen Vertragsbeendigung, sondern generell.


Dienstwagenbesteuerung: Lohnsteuerpflichtiger Vorteil auch bei fehlender privater Nutzung

In vier Grundsatzurteilen hat der Bundesfinanzhof (BFH) in den letzten Monaten seine bisherige Rechtsprechung zur Besteuerung von privat genutzten Dienstfahrzeugen revidiert. Verbieten Sie als Arbeitgeber die Privatnutzung von Dienstwagen, müssen Sie die Einhaltung dieses Verbotes zukünftig nicht mehr überwachen, da das Finanzamt eine unbefugte Nutzung nicht automatisch unterstellen darf. Für eine Versteuerung als geldwerter Vorteil müssen für die unbefugte Privatnutzung vielmehr handfeste Beweise vorliegen.


Wenn Sie Ihren Angestellten dagegen die Privatnutzung von Dienstfahrzeugen explizit erlauben, sollten Sie ab sofort unbedingt auf die ordnungsgemäße Führung eines Fahrtenbuches achten. Denn diese Erlaubnis führt beim Arbeitnehmer generell zu einem steuerpflichtigen geldwerten Vorteil, auch wenn er das Fahrzeug gar nicht privat nutzt. Die vom Finanzamt grundsätzlich vermutete Privatnutzung wird als geldwerter Vorteil lohnsteuerlich nach der Ein-Prozent-Regelung bewertet und kann nach der neuen Auffassung des BFH nur noch durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch widerlegt werden (bisher war dies auch anders möglich). Während also die Privatnutzung unabhängig vom tatsächlichen Umfang besteuert werden darf, bleibt für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte die Einzelbewertung bestehen.

Ausnahmen stellen die Nutzung eines Werkstattwagens (in dessen hinterem Bereich sich statt Sitzen Werkzeug- oder Materialablagen befinden) sowie die Mitnahme eines Dienstwagens nach Hause wegen Rufbereitschaft (nachts, an Wochenenden oder Feiertagen) dar. In beiden Fällen muss kein geldwerter Vorteil angesetzt werden, selbst wenn die Privatnutzung erlaubt ist und kein Fahrtenbuch geführt wird.


Werbeausgaben der deutschen Autobauer sinken weiter

Im ersten Halbjahr 2013 haben die deutschen Autobauer insgesamt
1,1 Milliarden Euro für Werbung ausgegeben (Quelle: Automobilwoche). Mit fast 117 Millionen Euro hatte Volkswagen den größten Etat, gefolgt von Daimler, Ford, Renault und Opel (56 Mio). Allein 25 Millionen ihres Budgets gaben die Rüsselsheimer für den im Januar eingeführten Opel Adam aus, das bisher meistbeworbene Auto des Jahres.

Im Vergleich zum Vorjahr hat die deutsche Autobranche ihre Werbekosten allerdings um fast sechs Prozent gesenkt – im Gegensatz zu den Autobauern weltweit, die ihre Budgets um etwa ebenfalls sechs Prozent erhöhten. Der Beliebtheit deutscher Marken scheint die Sparsamkeit nicht zu schaden. Seit mehreren Jahren bestätigen Studien immer wieder, dass deutsche Autohersteller hoch im Kurs stehen, gerade was das Thema Innovationen, aber auch Fahrzeugkonzepte und Sicherheit betrifft. Lediglich im Bereich „alternative Antriebe“ hat die deutsche Automobilbranche Nachholbedarf.

Unsere Ansprechpartner für die Automotive-Branche:

Dresden
StB RA Dr. Bernd Kugelberg
bernd.kugelberg@sup-dresden.de

München
WP StB Christian Seeberg
christian.seeberg@sup-muenchen.de

Chemnitz
StB Regine Jeske
regine.jeske@sup-chemnitz.de