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Schneider + Partner

Branchen-Newsletter Gesundheit + Life Science: März 2014


Aut-idem-Liste schafft ab 1. April mehr Klarheit

Ärzte und Apotheker können den Austausch eines verordneten Medikaments durch ein Rabattarzneimittel einschränken beziehungsweise ablehnen, wenn sie eine mögliche Gesundheitsgefährdung des Patienten befürchten. So können Ärzte die Substitution durch Ankreuzen des Aut-idem-Feldes auf dem Rezept untersagen und Apotheker die Ausgabe eines Rabattarzneimittels verweigern. Allerdings besteht bisher für Ärzte in diesem Fall die Gefahr der Regression. Abhilfe dagegen und mehr Klarheit soll nun eine Aut-idem-Liste schaffen, auf die sich der Deutsche Apothekerverband und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen geeinigt haben. Die Liste enthält bisher das Immunsupressivum Ciclosporin und das Antileptikum Phenytoin und gilt ab 1. April 2014. Ab sofort dürfen Medikamente mit einem der beiden Wirkstoffe also nicht mehr gegen Arzneimittel ausgetauscht werden, für die ein Rabattvertrag existiert.


Der Vorteil Vielfalt - Unternehmerseminar am 07. April in Dresden

Am kommenden Montag, den 07. April 2014, findet um 18 Uhr im Hotel Westin Bellevue Dresden (Große Meißner Straße 15, 01097 Dresden) unser nächstes Unternehmerseminar aus der Reihe „Fit für die Zukunft“ statt, zu dem wir Sie herzlich einladen. Das Thema lautet diesmal: „Der Vorteil Vielfalt – Mit dem richtigen Mitarbeiter-Mix im Wettbewerb punkten.“ Immer mehr Unternehmer und Freiberufler richten ihre Personalpolitik gezielt darauf aus, die fachliche, kulturelle und persönliche Vielfalt innerhalb ihrer Belegschaft aktiv zu fördern.


Mit welchen Maßnahmen das gelingen kann und wie der Stand dieser Entwicklung in sächsischen Unternehmen ist, möchten wir in unserer Veranstaltung erörtern. Zu den Referenten zählt dieses Mal unter anderem der Sächsische Ausländerbeauftragte Prof. Dr. Martin Gillo und die Personalleiterin der Lange Uhren GmbH, Frau Christine Land.

Alle wichtigen Informationen zum konkreten Programmablauf und den Referenten finden Sie unter www.schneider-wp.de/vielfalt. Dort können Sie sich auch bis Ende der Woche direkt online anmelden. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Vertragliche Gestaltung zur späteren Praxis-Partnerschaft

Der altersbedingten Übertragung der eigenen Praxis an einen Nachfolger oder der Erweiterung in Form einer Gemeinschaftspraxis geht häufig eine längere Kennenlern- und Probephase voraus, bevor die tatsächliche Partnerschaft zum Tragen kommt. Die rechtliche Gestaltung dieser Phase sowie der anschließenden Partnerschaft ist komplex und abhängig von der Ausgangslage.

Die sogenannte Jobsharing-Anstellung kommt zum Tragen, wenn der neue Arzt noch keine Zulassung besitzt und diese erst später erwerben kann. Hat er dagegen bereits eine Zulassung, kann diese in eine Arzt-Anstellungsgenehmigung umgewandelt werden, bis er nicht mehr als Angestellter, sondern als selbstständiger Partner in der Praxis auftreten soll (dann ist eine Rückumwandlung in eine normale „Zulassung“ möglich).


Arbeitsverträge: Voraussetzungen für wirksame Befristung

Befristete Arbeitsverträge bieten vor allem für Praxiseinheiten ab zehn Mitarbeitern, für die sonst der gesetzliche Kündigungsschutz gilt, den Vorteil, dass sie mit dem vereinbarten Ablaufdatum automatisch enden und nicht gekündigt werden müssen. Für ihre Wirksamkeit müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein: Sie müssen – anders als Arbeitsverträge generell - schriftlich vereinbart werden und dürfen eine maximale Dauer von zwei Jahren nicht überschreiten, wenn kein sachlicher Grund für die Befristung vorliegt (wie zum Beispiel eine Schwangerschaftsvertretung oder die Abfederung von Auftragsspitzen). Ist dies dagegen der Fall, können mehrere befristete Arbeitsverhältnisse hintereinander abgeschlossen werden. Dauerhafte, sogenannte Kettenbefristungen sind jedoch nicht zulässig. Als Faustregel trifft dies auf Zeitverträge ab zehn Beschäftigungsjahren und zehn Vertragsverlängerungen zu. Sie wandeln sich in eine unbefristete Anstellung um.

Unsere Ansprechpartner für die Branche Gesundheit + Life Science:

Dresden
StB RA Dr. Bernd Kugelberg
bernd.kugelberg@sup-dresden.de

Chemnitz
StB Regine Jeske
regine.jeske@sup-chemnitz.de

München
WP StB Klaus Schneider
klaus.schneider@sup-muenchen.de