Apotheken sehen Teilzeit als wichtigen Faktor gegen Fachkräftemangel
Der Fachkräftemangel bleibt in Apotheken weiterhin ein großes Thema. Das zeigt der Apothekenkonjunkturindex (APOkix) des IFH KÖLN. Danach geben 80 Prozent der befragten Apotheken an, vom Fachkräftemangel betroffen zu sein.
Gesucht werden vor allem PTA und Approbierte. In rund jeder zweiten Apotheke (52 Prozent) verlief die Suche nach PTA im letzten Jahr jedoch nur teilweise oder gar nicht erfolgreich. Bezogen auf Approbierte traf dies für 42 Prozent der suchenden Apotheken zu. Teilzeitarbeit wird dabei überwiegend als wichtige Maßnahme gesehen: 95 Prozent der Apotheken geben an, ohne Teilzeitarbeitskräfte den Betrieb ihrer Apotheken nicht aufrechterhalten zu können.
Faktoren für Mitarbeitergewinnung und -bindung
Für die Mitarbeitergewinnung und -bindung als sehr wichtig erachten die meisten Befragten Faktoren wie Wertschätzung und Führungsstil (92 Prozent), Apothekenteam/Arbeitsklima (89 Prozent), das Grundgehalt (79 Prozent) sowie Teilzeitmodellen und flexiblen Arbeitszeiten (77 Prozent).
Als erschwerend für die Stellenbesetzung geben viele an, dass Bewerbende nicht an Wochenenden oder abends arbeiten möchten (80 Prozent). 83 Prozent der Apotheken berichten hier unter anderem von zunehmendem Wettbewerb mit Arbeitgebern aus Industrie, Krankenhäusern und Krankenkassen.
Konjunkturindizes weiter schwach
Aktuell zeigt sich bei den Konjunkturindizes weiter keine Erholung: Der Index zur Beurteilung der aktuellen Geschäftslage liegt im März unverändert gegenüber dem Vormonat bei 61,9 Punkten. Die Geschäftserwartungen für die kommenden 12 Monate sinken im März um 6,2 auf 47,8 Punkte.
(IFH Köln / STB Web)
Artikel vom 23.03.2026